Von der Innovationsentwickung im Silicon Valley lernen

Auf dem Weg zum Atlassian Summit zum Thema „Digital Collaboration“ in San Jose Kalifornien besuchte ich das Silicon Valley. Als erstes stand Google in Mountainview auf der Agenda. Es war Parent’s Day auf dem Campus und eine Menge los. Es ergab sich der Eindruck, als ob der Google Complex eine Universität sei. Denn der Altersdurchschnitt der Mitarbeiter, die Ihren Eltern die Umgebung zeigten, war gefühlt sehr niedrig. Überall standen Food Trucks oder Trucks, die andere Services wie Haarschneiden, Sportprogramme u.a. anboten. Interessant war, dass alle Trucks von Google betrieben wurden, damit auf dem riesigen Gelände mit gefühlter zwei Kilometer Kantenlänge die Mitarbeiter Abwechslung vom Kantinenessen bekommen, erklärte mir später meine Gastgeberin Plymouth Ansbergs. Mit Plymouth als Google Mitarbeiterin machten wir einen Rundgang durch die Gebäude und Sie erläuterte mir, wie Google aus Ihrer Sicht „funktioniert“und Innovationsentwicklung betreibt, so dass ich einen guten, schnellen Einblick in die Google-Kultur bekommen habe. Wir schnappten uns anschließend die Google Fahrräder und die Führung über den Google-Campus begann. An dieser Stelle bedanke ich mich herzlich für die Offenheit und Spontanität von Plymouth und für Ihre kostbare Zeit.

Nächster Stop war die d.school der Stanford University in Palo Alto. Hier wurde ich erneut nett und offenherzig von Hannah und Charlotte empfangen, die mich durch die „heiligen Hallen” des Design Thinking führten und mir die d.school und Ihren Ansatz für die Innovatioinsentwicklung vorstellten. Eindrucksvoll waren die Räumlichkeiten. Meine Ansicht in Bezug auf Design Thinking wurde bestätigt. Denn ein “Take-away” neben vielen anderen bei diesem Besuch war, dass es bei den Räumlichkeiten weniger um schicke Möbel und gestaltetem Corporate Design als vielmehr um eine werkstattähnliche, modulare und flexible Struktur geht, die sich maximal auf das zu erarbeitende Ergebnis konzentriert. Beim gerade laufenden Design Thinking Format ergab sich zudem ein interessantes Gespräch mit Prof. Ruedi Hofer von der Universität of Applied Science and Art aus der Schweiz über Anwendungen von Virtual Reality im Bereich der Architektur.

Da ich schon in Palo Alto war, huldigte ich der Geburtsstätte des Silicon Valley bei der Hewlett Packard Garage. Bezeichnend war, dass auf dem Nachbargrundstück das E-Auto Tesla parkte. Als ob sich das Rad der Geschichte an diesem Ort erneut wiederholen würde. Siehe Foto-Galerie.

Technologie Trends im Valley

  • Offenheit
  • Transparenz
  • Diversität
  • Zukunftsglaube
  • Optimismus
  • Kontaktfreudigkeit
  • Unternehmertum

Bei Apple in Cuppertino war es eher nüchtern. Auch teilte mir ein Gesprächspartner vor Ort mit, dass die Sicherheitsvorkehrungen so extrem seien, dass Abteilungsmitarbeiter in einer anderen Abteilung nur geführt unterwegs sein dürfen. Bemerkenswert bei Apple war, dass sich die maximale Reduktion auf (funktionales) Design am Gebäude widerspiegelte. Es gab ausschließlich Hinweisschilder in der Apple-Unternehmensschrift aber keine außen angebrachte Wort- oder Wortbildmarke am Gebäude mit dem Apfel oder dem Apple-Schriftzug.

Gern habe ich den Tipp von Lars einem sehr guten Freund aus der Bay-Area angenommen und das Plug & Play Tech Center in Sunnyvale besucht – „Die“ Blaupause für einen Startup Akzelerator. Hier die gleiche Kultur wie überall: Offenheit, Transparenz und maximale Vernetzung mit internationalen Konzernen sowie lokalen und internationalen Startups. Dazu Investoren und schier endlose Veranstaltungsformate zu den wichtigen Startup Themen und technischen Trends. Auch wenn ich kein Freund von Cubicles bin – gerade für konzentriertes Arbeiten, so gibt es doch nicht besseres als damit die Vernetzung zu fördern. Denn dieser Effekt stellte sich bei mir ein: Während ich das Plug & Play Tech Center durchstreifte, lernte ich den Digital Innovation Manager Mark Philipp Schmitz von BASF kennen. Wir tauschten uns rund um die Themen Innovation und vor allem Transformation aus. Ich berichtete davon, dass in meinem Keynotes und Workshops häufig die letzte Folie ein Hai abgebildet ist, der stellvertretend für das Tagesgeschäft steht und dafür sorgt, dass neue, frische Ideen und Ansätze im wahrsten Sinne des Wortes schnell vom Tagesgeschäft aufgefressen werden. Mark selber berichtete von der Herausforderung, die neuen Ideen und Geschäftsmodelle in Konzernsprache umzuwandeln, damit sie besser angenommen werden. Auch war ein Thema die interne, kontinuierliche Kommunikation und das Finden des richtigen Ansprechpartners innerhalb von großen Unternehmensgruppen. Danke Mark für die gute Zeit und den inspirierenden Austausch zum Silicon Valley auf Augenhöhe.

Highlight war das Tech Museum in San Jose. Hier werden die neuesten technischen Entwicklungen für Besucher erfahrbar gemacht. Sei es Raumfahrt, Biotech oder Virtual Reality. Allerdings kann das Tech Museum nicht mit einem herkömmlichen Museum verglichen werden. Denn wie soll es auch anders sein: Hier finden Innovationsworkshops mit einer traumhaften Design Thinking Werkstatt statt und allem Material was das Innovatoren-Herz begehrt. Es geht nicht nur um die technische Erfahrbarkeit, sondern darum, aus bestehenden Verhaltensmustern auszubrechen und die Art und Weise zu vermitteln, wie neue Ideen entwickelt werden. Hochspannend.

Ein Besuch lohnt sich –  im Silicon Valley.

  • Artificial Intelligence
  • Artificial Reality
  • Blockchain
  • Drones
  • IoT
  • Robots
  • 3D Printing
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